Viele Betriebe halten neben Schafen oder Rindern ein paar Mastschweine, und für die gibt es heute meist nur Papier. Herdy führt sie im selben Programm: dieselbe Tierliste, dasselbe Behandlungsjournal, dasselbe Auslaufjournal. Was beim Schwein anders läuft, steht weiter unten offen.
Ohne Kreditkarte.
Bei Schaf, Ziege und Rind trägt jedes Tier seine eigene Nummer, und jede Geburt, jeder Zugang und jeder Abgang wird einzeln gemeldet. Beim Schwein ist das anders. Die Tierseuchenverordnung verlangt in Artikel 11 nur, dass die Kennzeichnung die Geburts-Tierhaltung erkennen lässt: eine Marke, rechtes Ohr, mit der TVD-Nummer des Geburtsbetriebs. Die vierstellige Laufnummer, die viele Betriebe zusätzlich stempeln, ist rechtlich nicht verlangt und nirgends registriert; bei Markenverlust darf der Mastbetrieb seine eigene Nummer vergeben. Darum gibt es für Schweine keine Geburts-, Abgangs- und Verendungsmeldung. Es gibt die Zugangsmeldung des Empfängers und die Schlachtmeldung des Schlachtbetriebs.
Weil das einzelne Schwein nicht in der TVD steht, verlagert sich die Pflicht auf Ihr eigenes Verzeichnis. Artikel 8 der Tierseuchenverordnung verlangt, dass Sie Zu- und Abgänge innert drei Tagen nachführen, Artikel 13 verlangt, dass Sie die Aufzeichnungen drei Jahre aufbewahren. Kontrolliert wird genau das. Es ist auch der Teil, den Herdy heute vollständig übernimmt.
Tierverzeichnis sowie Zu- und Abgänge als PDF oder CSV, aus denselben Einträgen, mit denen Sie ohnehin arbeiten. Fertig, bevor der Kontrollbesuch angekündigt ist, statt am Abend davor zusammengesucht.
Behandlungen erfassen, die Absetzfrist für Fleisch mitführen und das Journal nach TAMV Artikel 28 als PDF vorlegen. Dasselbe Journal wie für Ihre Schafe und Rinder, nicht ein zweites daneben.
Muttersauen, Mastschweine und Eber stehen als Kategorien bereit. Der Auslauf wird je Kategorie bestätigt, und Herdy zählt den Monatsfortschritt gegen die RAUS-Vorgabe mit.
Neun Rassen sind hinterlegt, vom Schweizer Edelschwein über die Landrasse und PRIMERA bis zum Wollschwein, dazu Kreuzung als ehrliche Voreinstellung für den Mastposten. Als Geschlecht stehen Sau, Eber und Borg zur Wahl, und Herdy rechnet mit 115 Tagen Trächtigkeit. Gewichte und Tageszunahmen laufen wie bei den anderen Tierarten, sodass Sie sehen, welche Gruppe wie zulegt.
Die meisten Lücken in dieser Tabelle sind keine Herdy-Grenzen, sondern die Schweizer Meldesystematik: Für Schweine sind Geburt, Abgang und Verendung gar keine Meldungen des Tierhalters. Eine Zeile ist allerdings unsere: die Zugangsmeldung ist gebaut, aber noch nicht freigeschaltet. Wir sagen es lieber vorher.
| Vorgang | Schwein | Schaf | Rind |
|---|---|---|---|
| Bestandeskontrolle als PDF | Ja | Ja | Ja |
| Behandlungsjournal nach TAMV | Ja | Ja | Ja |
| Auslaufjournal für RAUS | Ja | Ja | Ja |
| Zugangsmeldung an die TVD | Gebaut, noch nicht freigeschaltet | Ja | Ja |
| Geburtsmeldung | Beim Schwein nicht vorgesehen | Ja | Ja |
| Abgangsmeldung | Beim Schwein nicht vorgesehen | Ja | Ja |
| Verendung | Beim Schwein nicht vorgesehen | Ja | Ja |
| Schlachtmeldung | Nur durch den Schlachtbetrieb | Nur durch den Schlachtbetrieb | Nur durch den Schlachtbetrieb |
| Begleitdokument aus der App | Heute nicht | Ja | Ja |
Wenn Sie neben den Schweinen noch andere Tiere halten, ist das der eigentliche Punkt.
Noch nicht. Die Gruppenmeldung ist gebaut und auf der Testumgebung gegen die echte Schnittstelle durchgespielt, in der Produktion ist sie aber abgeschaltet, bis Agate die Gattung Schweine für Herdy freigibt. Bis dahin melden Sie den Zugang wie bisher im Portal auf agate.ch, und Herdy führt Ihnen Bestand und Journale. Sobald es aufgeht, steht es im Changelog.

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