Dokumentation · Sömmerung · Saisonakte und Saisonabschluss

Saisonakte und Saisonabschluss

Alle Nachweise einer Alp-Saison an einem Ort: offene Punkte, Ist-Besatz und NST, Alpgeld-Abrechnung, Saisonabschluss und das Sömmerungsbeitragsgesuch.

Zuletzt aktualisiert · 5. September 2026· 1 min Lesezeit

Die Saisonakte fasst zusammen, was in Herdy zu einer Alp-Saison erfasst wurde. Sie ist der Arbeitsplatz des Alpbetriebs für den Saisonabschluss.

Saisonakte mit Kennzahlen, Grundlagen und offenen Punkten

Die Saisonakte ersetzt keine amtliche Verfügung, kein Original-Begleitdokument und keine behördliche Kontrolle.

Was in der Akte steht

Zuoberst stehen Alp, Saisonjahr, TVD-Nummer, Zeitraum und der Stand Planung, Laufend oder Abgeschlossen, dazu die Kennzahlen Zugeordnete Tiere, Saisonstandorte, Dokumente und Behandlungen.

Grundlagen zeigt den Normalbesatz der Saison, den Stand des Entscheids (definitiv oder provisorisch), das verwendete Regelwerk und die Nachweisreferenz.

Offene Punkte benennt, was noch fehlt, zum Beispiel ein fehlender Normalbesatz-Entscheid, fehlende Saisonstandorte, nicht zugeteilte Tiere, unvollständige Übergaben, offene Tierereignisse oder Alpgeld-Entwürfe ohne Antwort.

Bestossungen listet je Bestösser den Stand, die Tiere, die Dokumente, die TVD-Meldungen und den Alpgeld-Status.

Mit CSV exportieren und Drucken / PDF nehmen Sie die Akte mit.

Aufenthalte und NST abgleichen

Herdy berechnet den Ist-Besatz aus den physisch bestätigten Alp-Zugängen und -Abgängen jedes Tiers und zeigt vollständige Tieraufenthalte, anrechenbare Tiertage und den Ist-NST. Solange Aufenthalte unvollständig sind, steht der Wert als Unvollständig oder als Spanne da.

Unter Externer Vergleich hinterlegen Sie den amtlichen oder externen Schlusswert aus AniCalc oder vom Kanton. Herdy stellt die Differenz zur eigenen Rechnung dar und ordnet sie ein: innerhalb der Herdy-Spanne, Abweichung prüfen oder Aufenthalte vervollständigen.

Herdy verwendet denselben Rechenkern wie die Alpgeld-Abrechnung und zählt pro Tier höchstens 180 Tage. AniCalc, kantonale Verfügung und amtliche Abrechnung bleiben massgebend.

Alpgeld-Abrechnung

Je Bestösser vereinbaren Sie den Preis:

  • Grundbetrag CHF als Fixbetrag
  • Variable Abrechnung pro Tier und Saison, pro Tier und Tag oder pro NST, mit dem zugehörigen Ansatz CHF
  • Optional eine interne Notiz zur Vereinbarung

Herdy berechnet daraus einen Entwurf aus den physisch bestätigten Alpaufenthalten. Ist ein Aufenthalt noch nicht vollständig bestätigt, sagt Herdy das und weist den Betrag als noch nicht definitiv aus.

Mit Mit Bestösser teilen geht der Entwurf an den Bestösser. Er bestätigt ihn oder stellt eine Rückfrage; der Status steht danach auf Antwort ausstehend, Bestätigt oder Beanstandet. Jede weitere Fassung wird als neue Revision geteilt. Zum Teilen muss der Bestösser die Anfrage zuerst mit seinem Herdy-Betrieb übernommen haben.

Mit Abrechnungsentwurf als CSV exportieren Sie den Stand.

Saison abschliessen

Schliessen Sie die operative Saison ab, sobald jedes Tier angekommen ist und einen belegten Endstatus hat. Die Karte Saison abschliessen zeigt den Stand als Bereit oder Noch nicht bereit und listet die Punkte, die vorher erledigt sein müssen:

  • Geplante Bestossungen bestätigen oder absagen
  • Fehlende oder überzählige Tiere in den Tierlisten klären
  • Tierkategorie oder Nutzungsart einzelner Tiere prüfen
  • Begleitdokumente für alle bestätigten Bestossungen vervollständigen
  • Die physische Ankunft aller Tiere auf der Alp bestätigen
  • Für jedes Tier Rückkehr, Verendung, Vermisstfall oder vorzeitigen Abgang abschliessen
  • Offene Tierereignisse klären

Beim Abschluss werden Tierlisten, Bestossungen, Standorte und Gruppen eingefroren. Offene TVD-Meldungen und noch nicht bestätigte Alpgeld-Entwürfe bleiben weiterhin bearbeitbar.

Sömmerungsbeitragsgesuch

Die Akte hilft, den kantonalen Gesuchsstand vorzubereiten und zu dokumentieren. Sie erfassen den kantonalen Termin, die Quelle oder den Hinweis des Kantons, bestätigen den Gesuchsteller und die Prüfung von Flächen- und Bewirtschaftungsänderungen, halten den externen Bearbeitungsstand (Entwurf, Bereit, Eingereicht, Bestätigt) und die Einreichungs- oder Bestätigungsreferenz fest.

Herdy bereitet vor und dokumentiert. Die Einreichung erfolgt weiterhin beim Kanton.

Ausnahmen und Nachweise

Für höhere Gewalt und Grossraubtierfälle führen Sie eine eigene Akte:

  1. Verfahren wählen: höhere Gewalt oder Grossraubtier beziehungsweise vorzeitiger Alpabzug.
  2. Ursache, Kurztitel, Ereignisdatum und Bekannt seit erfassen.
  3. Angeben, ob und wie weit ein Alpabzug betroffen ist, welche Tiere und welcher Standort.
  4. Den Sachverhalt schildern und Belegreferenzen eintragen, zum Beispiel ein Foto im Dokumentarchiv oder ein Rissprotokoll.
  5. Zuständige Behörde und Melde- oder Aktenreferenz ergänzen und den Bearbeitungsstand führen, bis der Entscheid vorliegt.

Herdy berechnet nur die belegte Zehntagesfrist bei höherer Gewalt und weist den Meldetermin als Offen, Bald fällig oder Überfällig aus. Herdy meldet nichts automatisch an eine Behörde. Grossraubtierverfahren, Anspruch und Entscheid bleiben kantonal und fallbezogen.